Tonhalle-Orchester Zürich, Giovanni Antonini, Julia Becker – Zürich, Tonhalle, Grosser Saal – 6. Juli 2017

Tonhalle-Orchester Zürich
Giovanni Antonini
Leitung
Julia Becker Violine

Joseph Haydn
Sinfonie D-Dur Hob. I:101 „Die Uhr“
Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert Nr. 3 G-Dur KV 216

Joseph Haydn
Sinfonie Es-Dur Hob. I:103 „Mit dem Paukenwirbel“

Zum Saisonabschluss spielte das Tonhalle Orchester ein allerletztes Mal im grossen Saal, bevor dieser für drei Saisons geschlossen bleibt und renoviert (umgebaut?) wird. Am Pult stand ein dem Orchester längst vertrauter Spezialist für historische Aufführungspraxis, der Mailänder Giovanni Antonini, den ich im Februar schon mit seinem eigenen Ensemble Il Giardino Armonico und Sandrine Piau gehört hatte (auch damals standen Haydn und Mozart auf dem Programm).

Das Orchester war natürlich klein besetzt, ging auf Antoninis temperamentvolles Dirigat sehr schön ein, doch im Klang fehlten mir ein wenig die Spitzen, das Temperament, dass ein Ensemble wie Il Giardino Armonico hinkriegt. Dennoch gelangen die beiden Haydn-Symphonien mehr als gut, das Zusammenspiel war auf sehr hohem Niveau. Am schönsten war aber vielleicht das Violinkonzert KV 216 von Mozart, das vor der Pause erklang, mit der ersten Konzertmeisterin des Tonhalle Orchesters, Julia Becker, als Solistin – da schien die Zeit stillzustehen, die Musik schien zu schweben … ganz wunderbar.

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